Man spricht von visuellem Erzählen, also Visual Storytelling, wenn Informationen oder Geschichten durch Bilder erzählt, ergänzt oder transportiert werden. Beim Visual Storytelling handelt es sich um das Vermitteln von Geschichten durch den Einsatz visueller Medien.

Mit visuellen Erzählelementen können Emotionen besser transportiert werden als mit Medien, die ohne visuelle Komponenten arbeiten.
Machen wir uns nichts vor: Modernes Storytelling braucht Bilder, denn anders dringt keine Geschichte mehr durch.

Oft wird die Frage gestellt, was zuerst existierte: das Wort oder das Bild?

Doch ist das nicht genauso wie mit der Frage nach dem Huhn und dem Ei? Viel spannender ist es doch zu wissen, wie wir Storytelling, ob mit Bildern oder Worten, bewusst und gekonnt einsetzen können. Und wenn wir genau hinschauen, ergänzen Wort und Bild ganz gut.

Denn manchmal braucht es mehr als sprachliche Mittel, um Inhalte – ob Fakten, eine Idee oder eine Botschaft – so zu transportieren, dass sie auch verstanden und im Unterbewusstsein der Zuhörer verankert werden.

Instinktiv wissen wir, dass Bilder und visuelle Effekte mehr Kraft besitzen als reine Texte. Dies machten sich bereits vor Tausenden von Jahren die Ägypter in der Entwicklung ihrer Bildsprache, der Hieroglyphen – zunutze. Sieht man sich mittelalterliche Bibeln an, so stellt man fest, dass auch diese durch reichhaltige visuelle Untermalungen und Eyecatcher versehen wurden.